Liste 6 am 25. April in den Gemeinedrat

Im Jahr 2013 wurde für Olten ein Mobilitätsplan erarbeitet, der den motorisierten Individualverkehr (MIV) auf das nötigste Minimum beschränken will und die Langsamverkehrsverbindungen (Velo- und Fusswege) ins Zentrum rückt und diese attraktiver gestalten soll.
Olten hat seinen Platz aufgebraucht. Wichtige Strassen sind gebaut, Platz für neue Verkehrswege gibt es nicht. Das ist gut, denn mehr Strassen führen zu mehr Verkehr. Da aber bis heute der MIV im Zentrum steht und bürgerliche Kräfte jedes Mal mächtig Stimmung machen gegen die Aufhebung von Parkplätzen, geht es nicht vorwärts. Der gegebene Platz muss neu verteilt werden.
Die Abkehr vom MIV, hin zum Öffentlichen- und Langsamverkehr (ÖV und LV) ist in Olten schon nur aus Platzgründen logisch. Folgende Abbildung zeigt dies deutlich:

Menschen in Autos verbrauchen ein x-faches mehr Platz, als Menschen in einem Bus, zu Fuss oder mit Velo.

Seit dem Jahr 2013 gibt es dank der Initiative der Jungen SP Region Olten “Verkehrsfreie Innenstadt Olten” keine Autos mehr auf der Kirchgasse. An diesem grossen Erfolg wollen wir anknüpfen. Die Initiative sollte damals auch schon zu einem verkehrsfreien Klosterplatz führen. Dies ging dann aber zu weit für die Oltner*innen. Heute, 8 Jahre danach, ist es ein längst fälliger Schritt Richtung nachhaltige Verkehrspolitik.

Attraktive Innenstadt
Es brauche Parkplätze für eine attraktive Einkaufsatmosphäre propagieren Wirtschaftsverbände und Autolobbyisten gerne. Dass dem nicht so ist, zeigen zahlreiche autofreie Innenstädte auf der ganzen Welt. Eines der wohl berühmtesten und beliebtesten verkehrsfreien Orte ist zum Beispiel Zermatt. Würde die bürgerliche Mär der toten Innenstadt ohne Parkplätze stimmen, wäre Zermatt wohl weitaus weniger attraktiv. Das Gegenteil ist der Fall: Zermatt, “one of the most instagramable” Ortschaft der Welt.
Als Verkehrsknotenpunkt der SBB ist Olten prädestiniert für den ÖV. Wir haben alle 30 Minuten eine Verbindungen in alle grösseren Städte der Deutschschweiz. Vom Bahnhof her entsteht in den nächsten Jahren eine Fussgänger*innenbrücke direkt zur Altsstadt, auf der auch Velofahrer*innen schnell in den Velokeller am Bahnhof fahren können. Zusätzlich sind unterirdische Parkfelder für Autos am Bahnhof geplant. Es gibt keinen Grund mehr, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren.
Für Menschen, die nicht (mehr) gut zu Fuss sind oder nicht (mehr) mit dem Velo fahren können, gibt es die Möglichkeit, ein Taxi zu nehmen oder vielleicht gibt es in Zukunft E-Rikschas, welche die Gäste von Bahnhof oder Bushaltestelle an ihren Zielort bringen. Auf dem ganzen Stadtgebiet könnte es einen öffentlichen E-Shuttle geben, der die Menschen von A nach B bringt.

Visualisierung Ausgang Bahnhof und Velo-/Fussverkehrsbrücke

Förderung von lokalem Gewerbe
Die beste Förderung von lokalem Gewerbe ist es, die Bürokratie abzubauen und günstige Ladenmieten anzubieten. Beides kann die Stadt aktiv fördern. Sie kann zB. einfach und günstig Bewilligungen für Buvetten oder fahrbare Foodstände aushändigen.
Für Lädelibesitzende kann sie günstige Mieten anbieten, indem sie Häuser an guter Lage kauft und sie zu einem attraktiven Preis vermietet. Die Stadt kann Regeln aufstellen, damit eine Durchmischung der Angebote entsteht. Es braucht nun wirklich nicht noch einen 150. Kebab-Laden in der Innenstadt.
Diese aktive Bodenpolitik kostet natürlich Geld, in Form von Investitionen. Dies wird sich aber auf lange Sicht sehr lohnen. Dies weil Läden länger bestehen, die Innenstadt ist belebt und beliebt. Sie lockt neue Menschen nach Olten, die wiederum Steuern zahlen. Florierende Unternehmen wirken sich positiv auf das Stadtbudget aus (siehe progressive Steuerpolitik). Investiere heute, ernte morgen; heisst die Devise.

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Weitere Forderungen.

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